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Hallenser

Die Schwierigkeitsstufe Hallenser ist anspruchsvoll.

Hier finden Sie alle Bilder aus dem Memoryspiel für Hallenser.

    FRANCKEPLATZ

    „Gegensätze ziehen sich an…“ Die Kulturstiftung des Bundes – hier eine Aufnahme Tage nach der Eröffnung am 30. Oktober 2012 – wurde 2002, besonders angeregt durch Günter Grass, gegründet. 10 Jahre lang war sie Gast in den Stiftungen, 2012 bezog sie ihr neues Haus am Franckeplatz. Dieses ist der einzige Neubau (der ohne Mittel aus dem „Konjunkturpaket II.“ nicht entstanden wäre) zwischen Häusern aus dem 17. Jahrhundert. Über 150 Bewerber beteiligten sich an der Ausschreibung. Umgesetzt wurde der Ansatz, zeitgemäß (z.B. energiesparend durch Solaranlagen auf dem Dach, Mehrfachverglasung, Lichtsteuerung…) zwischen Historischem zu bauen. Die Stiftungen sollten nicht „überstrahlt“ werden, ohne selbst „graue Maus“ zu sein. Gleichzeitig sich einbinden und abgrenzen, selbstbewusst aber nicht dominant… Nunmehr ist der Sitz der Bundeskulturstiftung (2006 gab es Überlegungen nach Berlin zu ziehen) gesichert – ein Pfund, mit dem Halle wuchern kann. Nicht nur dann, wenn über die Förderung von Kunst und Kultur auf Bundesebene entschieden wird. Besonders in Dämmerung und Dunkelheit erinnert das lichterhellte Haus an ein Labor, in dem an Themen und Ideen gebastelt wird. Gut sichtbar von der Treppe zum Hauptgebäude der Stiftungen.

    AN DER SPITZE

    So sehen Autofahrer von der Hochstraße das Baugebiet Spitze. Im Hintergrund rechts die Moritzkirche. Bis 1388 stand dort eine kleine romanische Kreuzanlage. Ca. 1510 war das dreischiffige Langhaus fertig. Es sind zwei Bauphasen deutlich. Die Ostseite ist reich geschmückt, die Westseite schlichter. Es soll mal einen Turm gegeben haben, der in die damals sichtbare Gerbersaale gestürzt ist. Schon im 16. Jahrhundert begannen erste Reparaturen. Im 19. Jahrhundert gab es sogar Überlegungen, die Kirche abzureißen – doch sie steht noch heute. Die Gerbersaale (die Gerberstraße liegt gleich in der Nähe) fließt heute unterirdisch in einem Kanal. Sie wurde auf den Resten der alten Stadtmauer gebaut. Deutlich im Vordergrund zu sehen ist die neue Straßenbahnlinie, welche Halle-Neustadt direkt mit dem Hauptbahnhof verbindet. Damit kam man dem Ziel, die Alt- und Neustadt zu verbinden, wieder ein großes Stück näher.

    DACHRITZSTRASSE

    „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…“ Die Dachritzstraße ist eine der Verbindungen zwischen Kleiner Ulrichstraße und Großer Ulrichstraße. Wer möchte, kann somit von einer (traditionellen) Kneipen- und Cafestraße zu einer namhaften Geschäftsstraße wechseln, vorbei am neuerbauten Händelkarree. Der Straßenname soll von einer Familie aus dem Dorf Dachritz zwischen Teicha und Wallwitz stammen, die sich im 14. Jahrhundert in Halle niederließ. Die alte Gasse wurde erstmals 1417 urkundlich erwähnt, ab 1893 wurde sie Dachritzstraße genannt. Links – Ecke Kleine Ulrichstraße / Dachritzstraße – steht ein imposantes Fachwerkhaus, erbaut 1591.

    GROSSE STEINSTRASSE

    Eine nördliche Ausfallstraße führte vom Markt aus durch das Steintor (Abriss 1831), das bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Die Große Steinstraße führte nach Landsberg, Wittenberg und Berlin. Es gab viele Gaststätten am Wegesrand. Im unteren Teil, nicht weit von Kleinschmieden, wurde Anfang 1900 ein Täschnergeschäft eröffnet – das später auch Kutschwagen anbot. Das führte zur Lindnerschen Wagenfabrik, später zum Waggonbau Ammendorf. Dieser ist inzwischen in Konkurs.

    GUSTAV-ANLAUF-STRASSE

    Die Gustav-Anlauf-Straße verbindet wie die Rathausstraße den Marktplatz mit dem Hansering. Links im Bild die Konzerthalle Ulrichskirche. 1339 legten Servitenmönche den Grundstein für den spätgotischen Sakralbau. Die zweischiffige Klosterkirche ist asymmetrisch und deswegen eine Rarität. Erst 1510 wurde der Bau vollendet, 1527 das Servitenkloster aufgelöst. 1531 zog die Ulrichsgemeinde aus der Ulrichstraße ein, 1541 wurde der erste evangelische Gottesdienst gehalten. Die Kirche ist mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten verbunden – auch mit August Hermann Francke, der hier von 1715 bis 1727 Pfarrer war. 1972 bot die Ulrichsgemeinde der Stadt die Kirche zur kulturellen Nutzung (vertraglich für 99 Jahre) an. Sie wurde 1976 als städtische Kultureinrichtung eröffnet. Rund 150 öffentliche Konzerte werden pro Jahr angeboten.

    UNTERBERG

    Von der Nordseite des Opernhauses bietet sich dieser Blick. Eine zusammenhängende Lückenbebauung zwischen der Weidenplanschule (Weidenplan: dies ursprünglich sumpfige Gelände hieß "Unter den Weiden") und der August-Bebel-Straße. Hinter diesen Häuserzeilen liegt die verbleibende Bibliothek und das Archiv der Leopoldina, welche 2012 auf den Jägerberg neben der Moritzburg umzog. Im Westen liegt die Martin-Luther-Universität, südlich der Joliot-Curie-Platz. Am Unterberg hat auch der erste freie Radiosender Halles seinen Sitz.

    AMSELWEG 49

    „Ohne Fleiß keinen Preis…“ Nach Sanierung und Erweiterung (durch Sachsen-Anhalt im Bundesprogramm „Zukunft, Bildung und Betreuung“) begannen die Sportschüler des Sportgymnasiums das Schuljahr 2008 / 2009 am traditionellen Standort. Seit 1955 gibt es die Sportschule an der Robert-Koch-Straße, die viele Talente formte. Zu DDR-Zeiten war z.B. die Schwimmerin Cornelia Ender – mehrfache Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Spielen und Weltrekordlerin – sehr bekannt. Für die Sportschüler bedeutete die Rückkehr zum Sportkomplex Zeitgewinn und noch bessere Trainingsbedingungen. In Halle wurden / werden Talente in den Sportarten Leichtathletik, Handball, Fußball, Basketball, Rudern, Rhythmische Sportgymnastik, Judo, Ringen, Boxen, Fechten, Schwimmen, Wasserspringen, Rettungsschwimmen, Sportschießen… gefördert. „Nebenher“ gehen sie zur Schule (Realschule oder Gymnasium) im Amselweg (Stand 2009).

    Foto: Licht und Schatten ist mit Vorsicht zu genießen. Gut wäre die Betonung vom Hauptmotiv. Ein zu starker Kontrast dagegen hebt die Neutralität auf. Bewölkung dagegen zeichnet weich, „verzeiht“ jedoch auch ungleiche Aufnahmedaten (Tages- Jahreszeiten). Die Reflexionen im Foto 2 kommen von der Dezembersonne. Der Jungbaum im Vordergrund verdeckt ungeahnt das Motiv, steht aber auch symbolhaft.

    COIMBRAER STRASSE

    Der Name bezieht sich auf Halles Partnerstadt im mittleren Portugal, einer der ältesten Universitätsstädte Europas. Dieses Haus im Stadtteil Silberhöhe sollte schon abgerissen werden. Letztendlich wurde sich 2008 für eine besondere Variante im Stadtumbau Ost nach den Wünschen der Mieter entschieden. Altengerechtes und familienfreundliches Wohnen in drei von ehemals fünf Etagen. Die Terrassen sind rollstuhlgerecht, in den Treppenhäusern gibt es große Lichtkuppeln. Nach der Sanierung wird mit dem Flair von Reihenhäusern gelockt. Innovative Umbauten reduzieren Leerstände und bieten attraktive Wohnungen für Hallenser, Halloren und Hallunken.

    FISCHERSTECHERSTRASSE

    Der Teilrückbau in der Fischerstecherstraße 1 bis 16 wurde 2008 von einer halleschen Wohnungsgenossenschaft in Auftrag gegeben. Der Stadtteil Heide-Nord erfuhr dadurch eine nachhaltige Aufwertung. Diese letzte große Neubausiedlung aus DDR-Zeiten leidet wie andere Stadtteile unter der sinkenden Einwohnerzahl. Hier, wo man morgens den Wald (die Dölauer Heide) riechen kann, werden zukünftig solche aufwendig umgebauten und modernisierten Wohnhäuser bestehen. Ein gutes Beispiel für die zahlreichen Möglichkeiten, Plattenbauten zu gestalten. Die Fischerstecher waren über Jahrhunderte eine geachtete Berufsgruppe. Mit ihren Booten „stachen“ sie auf der Saale Fische und ernährten mit dem Fang ihre Familien.

    FRANCKEPLATZ

    2008 wurde das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Wohnhaus von August Hermann Francke nach der Sanierung wieder eröffnet. Francke hatte 1702 den Gasthof „Zur Goldenen Rose“ für sich und seine Familie gekauft und zum Pietismuszentrum umgestaltet. In einem Wohnviertel, in dem das Volk in großer Not lebte. Von hier aus leitete er sein soziales und pädagogisches Reformwerk, direkt neben dem gegründeten Waisenhaus. Das Haus war Mittelpunkt eines weltweit agierenden Betriebes. Dort wohnte er von 1702 bis 1715, danach zog er in das Pfarrhaus der Ulrichsgemeinde. Noch immer sind die Franckeschen Stiftungen von überragender Bedeutung für Halle und darüber hinaus. Im Francke-Wohnhaus ist u.a. das Informationszentrum der Stiftungen, das Francke-Kabinett und die Bibelmansarde zu finden (Stand 2011). Auf diesem Bild ist der Neubau der Bundeskulturstiftung noch nicht zu sehen, welcher seit der Einweihung im Oktober 2012 in direkter Nachbarschaft liegt und zur sanierten Buchhandlung führt.

    HALLORENSTRASSE

    Nach dem Abriss des Plattenbaus (Block 201) wurde 2008 das Seniorenzentrum (156 Plätze) AGO Halle-Neustadt errichtet. AGO heißt Alter und leitet sich aus der Kunstsprache Esperanto ab. Zur Anlage gehört ein großer Garten, der auch für Demenzkranke und Verwirrte konzipiert wurde. Im Haus, das mit viel Licht arbeitet, können die Bewohner durch große Fenster aus dem Bett heraus das Leben in der Stadt beobachten – seit 2009 auch Skater. Zusätzlich zur stationären Pflege wird Kurzzeitpflege angeboten. Das Seniorenzentrum liegt zentral in der Neustadt, direkt an der „Grünen Galerie“ und wird von vielen Neustädtern bewohnt, die in ihrem Stadtteil bleiben wollen.

    AN DER GERBERSAALE

    Über die Gerbersaale hinweg konnte man in der Ferne die Türme der Marktkirche sehen. Darunter liegt der Hallmarkt, der für die Salzgewinnung über Jahrhunderte von zentraler Bedeutung war. Die Gerbersaale erinnert an die Siedlung der Gerber und anderer Handwerker, die traditionell ihrem Tagwerk nachgingen. Hallische Geschichte „atmen“ auch die Begriffe Kuttelhof, Salzgrafenplatz und Strohhofinsel. Diese zählt wie der Sandanger zu den „verschwundenen Inseln“ Halles, da sie ursprünglich komplett von der Saale umgeben waren, aber im Laufe der Zeit mit dem „Festland“ verbunden wurden. Noch nicht bebaut ist ein großes Areal westlich des Hallmarktes (Stand 2013), woran Jahrzehnte nach der „Wende“ eine tiefe Baugrube erinnert.

    Foto: Der Standpunkt des Fotografen sollte möglichst auch nach Jahren einen ähnlich freien Blick bieten. Dabei spielt neben städtebaulichen Eingriffen die Natur eine maßgebliche Rolle, wenn sie – wie hier durch Büsche und Bäume in Ufernähe – das Motiv zunehmend verdecken kann.

    HARZGERODER STRASSE

    Im Bild links ist der Eingang einer ehemaligen Polytechnischen Oberschule (POS) im I Wohnkomplex Neustadts zu sehen. Das Wandbild wurde vor dem Abriss eingelagert. Der Neubau wurde für den Cliquentreff „Schnatterinchen“ errichtet. Dort wird kleinräumliche Jugendarbeit geleistet, die Betreuung von Cliquen zentralisiert. Im Hintergrund ist der Nordteil des längsten Hochhauses Halles zu sehen, welches sich über Hunderte Meter in Nord-Süd-Richtung erstreckt. In diesem Wohnblock gibt es neben Wohnungen eine Wohnanlage, die betreutes, seniorenfreundliches Wohnen als Alternative zum Pflegeheim anbietet. Eine Einrichtung für Ältere, die sich selbst versorgen können und gleichzeitig Gesellschaft suchen. Dabei können sie zusätzliche Service- oder Dienstleistungen nutzen.

    ROSA-LUXEMBURG-PLATZ

    Die Bürgerinitiative „Ursprünge“ hatte die Idee für einen Steinzeit-Spielplatz direkt vor dem Landesmuseum. Kinder finden hier ein Archäologen-Camp und ein Hüttendorf. Es gibt eine Zeitstrahlbank und ein Ausgrabungsfeld - im Sand sind Stoßzähne, Speere… (diebstahlsicher) versteckt und einen Steinwall. Der riesige Mammut (7 Meter) zum Toben kommt noch dazu, wenn sich weiter Unterstützer und Sponsoren finden. Ein Kinderfest zum Kindertag soll hier Tradition werden – ähnlich wie das Paulusfest um die Pauluskirche. (Halle liegt bei der Kinderbetreuung im deutschen Städtevergleich ganz vorn, was –noch– nicht für die Gesamtplatzierung gilt.) Der Spielplatz wurde 2008 (mit ca. 400 Besuchern) eröffnet, fast zeitgleich mit dem restaurierten Landesmuseum, welches die Frühgeschichte von Mitteldeutschland präsentiert.

    WILHELM-SCHRADER-STRASSE

    Vor der Sanierung waren solche Häuser in Heide-Süd ein Eldorado für Entdecker. Gab es doch genügend Spuren in diesen ehemaligen Mannschaftsunterkünften, die bis in die Neunziger von der Sowjetarmee genutzt wurden. Die grauen Kästen sind Außenluft-Wärmpumpen, eine technische Innovation. Durch die regenerative Energie werden Heizkosten gespart. Die elektr. betriebenen Wärmepumpen funktionieren umgekehrt wie ein Kühlschrank: Wärme aus der Luft (außen) heizt die Wohnungen (innen). Gleichzeitig wurden die Mehrfamilienhäuser (ca. 20 in diesem Abschnitt) gut gedämmt, sodass Niedrig-Energie-Standards erreicht werden. 2008 sind 70 % im neuen Wohngebiet saniert oder neu bebaut. Mittelfristig sollen auch die Flächen in Richtung Halle-Neustadt erschlossen und vermarktet werden.

    NEUWERK 11

    2 Jahre liegen zwischen den Aufnahmen. Vormals in der Moritzburg ist die Kunststiftung des Landes seit 2011 hier in Nachbarschaft zur Kunsthochschule zuhause – eine Plattform für Landeskunst, Kommunikation, Begegnung... Eine Freitreppe bildet das Zentrum des erweiterten Hauses aus dem Jahr 1924, in dem auch Stipendiaten Arbeiten zeigen. Hunderte Betontafeln wurden vor die alte Fassade gehängt. Ein Projekt, das nach einem holprigen Start (Finanzierung) für die Künste steht. Geschätzte 200 hauptberufliche Künstler leben in Halle - viele davon sind Absolventen der Kunsthochschule. Einige bleiben länger, andere ziehen davon. Die Adresse leitet sich vom Kloster Neuwerk ab. Einem 1116 nördlich der Stadtmauern gegründetem Stift der Augustiner, welches über Jahrhunderte geistiges Zentrum war. Weil ein neues Stift – deren Zentrum war die heutige Domkirche – alle Funktionen übertragen bekam, wurde es bedeutungslos 1530 aufgelöst. Die Klostergebäude wurden zurückgebaut, Wirtschaftsflächen gingen später in den Botanischen Garten (gegründet 1698) über. Nur die Steinmühle vom Kloster (an der Steinmühlenbrücke) ist bis heute erhalten. Über diese geht’s zur beliebten Peißnitz, die zwischen Alt- und Neustadt liegt und die viele Hallenser, Halloren und Hallunken immer wieder gern besuchen.

    JÄGERBERG

    "Himmel und Menschen..." Die Leopoldina – seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften – zog 2012 von der August-Bebel-Straße (dort verbleibt Archiv und Bibliothek) auf den Jägerberg. Die Anhöhe wurde im 16. Jh. als Schutzwall der Moritzburg aufgeschüttet, auf dieser im 17. Jh. ein Jägerhaus errichtet. Später kaufte die Freimaurerloge „Zu den Drei Degen“ (Teil der Großloge „Zu den drei Weltkugeln“) das Grundstück. Das Haus wurde mehrfach durch Freimaurer erweitert. Ab 1934 wurde das Haus zwangsweise durch Behörden im Dritten Reich genutzt. Nach dem Krieg durch die russische Militäradministration als Kulturhaus. 1952 wurde das Tschernyschewskij-Haus (nach einem russischen Philosophen und Schriftsteller) erstmals von der Uni auch für Vorlesungen genutzt. (Volksmund: „Tscherny-Haus“) Vor 2000 wurde das Grundstück an die gemeinnützige Weltkugelstiftung rückübertragen. Dann stand es ungenutzt, weil die Freimaurerei ihre Projektideen nicht umsetzen konnte. 2009 erwarb es die Leopoldina, noch unter der Adresse Moritzburgring. Schon vor dem Tag der offenen Tür – am 17.12. 2011 mit etwa 7000 Besuchern – „Himmel und Menschen“ – kursierten Bezeichnungen wie das „Weiße Haus“ oder „Akropolis“ von Halle. In über 200 Räumen auf 6.000 m² Fläche im Westflügel (klassizistischer Stil, erbaut 1867) und Ostflügel (ab 1889 im Stil römischer Paläste) wie etwa Festsaal, ehemaliger Ritualraum (Tempelraum der Freimaurer mit freigelegter Wandmalerei), Vortragssaal, Sitzungs-, Seminar- und Büroräumen lädt das Haus für die Wissenschaft zu Kommunikation und Dialog ein. Nun denn: sicher eine Chance für zukünftige Mitglieder der Leopoldina. Denn Mitglied wird nur der, der von einem Akademiemitglied vorgeschlagen wird – darunter viele Nobelpreisträger.

    MANSFELDER STRASSE

    Gleich links neben diesem Haus war das Eiscafe Piccolo ein Magnet für alle Eisliebhaber. Das ungeschützte Haus selbst zog Entdecker, Schatzsucher, Pflanzen und Bäume an. Diese aber – wie hier die Birke neben dem Fallrohr für Regenwasser – waren ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es für die Rettung des Hauses (erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts) höchste Eisenbahn war. Nun, sie gelang in buchstäblich letzter Minute vom Keller bis zum Dach. Auch die Klinkerfassade und Stuckornamente wurden erneuert. Inzwischen sieht man selbst sanierten Häusern ein gewisses Alter an. Alt – neu, neu – alt: alles fließt wie die Saale jeden Tag.

    UNTERPLAN

    „Schritt für Schritt…“ Seit den Neunzigern hat sich in der kommunalen Stiftung Sankt Cyriaci et Antonii (Stiftungsgründung 1341) viel getan, auch wenn das Geldvermögen nach vierzig Jahren DDR „verschwunden“ war und diese Mittel sehr fehlten. Denn es gab in Halle viele undichte Dächer und Fenster, Fassaden die bröckelten… In den Pflegeinrichtungen sah es oft nicht besser aus. Es war also viel zu tun. 2012 wurden am Ufer der Saale endlich – die Banken in der Krise geizten mit Krediten – weitere Bauvorhaben umgesetzt: neue Pflegewohnungen und stationäre Pflegeplätze. Gut zu sehen ist das ehemalige Werkstatt-Gebäude der Energieversorgung, das nach der Sanierung zum Richard-Robert-Rive-Haus gehört. Auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen: das Dach wurde um eine zusätzliche Fensterhöhe nach „oben gezogen“. Hinter diesem „architektonischen Bonbon“ steht der viel größere Neubau. Nach wenigen Metern nördlich am Ufer entlang unter der Genzmer-Brücke hindurch geht es zu einem Dampfer-Anlegeplatz und einem Kaffee mit Saaleblick. Hier ist „Leben am Fluss“ beispielhaft.

    FRANCKESCHE STIFTUNGEN

    „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen…“ das gilt wohl für alle Zeiten. Das ehemalige Back- und Brauhaus der Stiftungen wurde von 1738 bis 1741 erbaut und diente neben der Eigenversorgung als wirtschaftliches Standbein. Es war ab 1843 das Papiermagazin der Cansteinschen Bibelanstalt, dann eine Wäscherei. Nach der „Wende“ (seit 1992) Geschäftsstelle der Stiftungen. Saniert, um- und ausgebaut wurde es von 2010 bis 2012. Der Spaziergänger findet von hier aus zuerst die Hausnummer 39, dann die 37, bevor er zum Francke-Wohnhaus kommt. Neben der Hausnummer 37 werden folgende Postadressen genannt (Stand 2012): Historisches Waisenhaus/Krokoseum, Haus 1 - Studienzentrum (Bibliothek/Archiv) Haus 22-24 - Franckewohnhaus, Haus 28 - Pfarrstelle, Haus 28 - Geschäftsstelle der Franckeschen Stiftungen, Haus 37 - Verlag der Franckeschen Stiftungen, Haus 37 - Freundeskreis, Haus 37 - Familienkompetenzzentrum, Haus 19f - Sportverein, SV Francke 08, Haus 19f - Kindertagesstätte A.H. Francke, Haus 48 - Montessori-Kinderhaus/KiTa A. Comenius/Hort, Haus 55-56. Allein diese Aufzählung lässt erahnen, wie umfangreich und vielschichtig die Einrichtungen – es gibt über vierzig – innerhalb der Franckeschen Stiftungen sind. Nicht von ungefähr wurde von den Stiftungen auch als Stadt in der Stadt hinter der Waisenhausmauer gesprochen.

    STEG

    „Man sollte nie nie sagen…!“ Die erste Aufnahme sollte die kurze Zeit festhalten, in der ein Punkthochaus schon für den Abriss verhüllt über Werbung verkündete „Jetzt kommt Phantasie ins Spiel…“ Dann passte der Schnappschuss jedoch gut in die Sammlung. Die drei Punkthochäuser am Steg (hier noch zwei davon – sie waren übrigens zur Bauzeit hochmodern) hatten jeweils über 100 Wohnungen und ragten mit gut 20 Etagen über sechzig Meter in die Höhe. Es gab eine tolle Aussicht, besonders vom Dachgarten aus - die winzigen Dachwohnungen waren sehr begehrt. Der Abriss folgte in den Jahren 2006 bis 2010. Davor hatte die Stadt einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um das Gelände trotz der Hochstraße vor der Nase gut zu integrieren. Es sollte also „Phantasie ins Spiel kommen…“ Dann kam sie in dieser Gestalt: die neue Saale-Klinik als Praxisklinik für operative Medizin führte die seit Jahren über mehrere Standorte hinweg kooperierenden Ärzte zusammen. Es entstand ein fachärztliches Versorgungszentrum, ein Netzwerk zwischen Fachkräften verschiedenster Richtungen. Dieses Prinzip erinnert an Polikliniken aus DDR-Zeiten. Sicherlich erweitert, liegt der Nutzen gleichermaßen in einer engen Zusammenarbeit auf kurzen Wegen. Besonders bei kleineren Eingriffen lohnt sich die kurze Nachsorge vor Ort. Für Patienten, Ärzte, Krankenkassen…

    HOCHSTRASSE

    „Der Weg ist das Ziel…“ Zwei Aufnahmen von der Hochstraße aus. Links stehen noch alle Punkthochhäuser am Steg. Ihr Abriss liegt in weiter Ferne. Als das letzte Hochhaus noch steht, gibt es die für das Grundstück geplante Saale-Klinik schon als Modell. Zwischen Abriss und Neubau – es wurde nach der „Wende“ viel über städtebauliche „Sünden“ in der DDR geredet – müssen immer wieder neu Wege gefunden werden. Hallenser, Halloren und sicher auch Hallunken haben dies bei Kaiserwetter (bis auf die Unterbrechungen durch Regen…) am 30. Mai 2010 gern getan und flanierten auf der autofreien Hochstraße hin und her. Es war eine Menge los: Hochzeit(s)kutschen und Skater rollten, Läufer (Start auf der Hochstraße) liefen, Getränkekistenkletterer kletterten, viele Stände mit Informationen informierten viel, Medien haschten von oben (aus einem Hochkorb) oder aus Augenhöhe nach Bild und Ton, ein Hochzeitspaar traute sich zur Trauung… Am letzten Punkthochhaus standen die Menschen unten Schlange – alle wollten nach oben im bereits gesperrten Haus, um einen letzten Blick aus der Vogelperspektive zu erhaschen. Ein perfekter Tag für Sinnsuchende, eine gute Möglichkeit zur inneren Einkehr ohne Straßenverkehr, eine Auszeit mit Sektgläsern auf der hohen Straße ohne Autos, um die Gedanken zwischen Gestern und Morgen pendeln zu lassen.

    AN DER SCHWIMMHALLE 3

    Ein Lenindenkmal (Wladimir I. Lenin: 1870 – 1924, Revolutionsführer, Begründer der Sowjetunion) stand über Jahrzehnte mittig im Bildungszentrum Neustadt. Solche Denkmäler gab es viele. Rechts im Bild die Berufsschule „Max Eyth / Gutjahr“ (Max Eyth: 1836 – 1906, dt. Ingenieur, Poet und Zeichner, Gründer der DLG). Vieles wurde neu gestaltet: Gebäude, Wege, Skulpturen, Plätze. Bis heute ist Halle im Wandel. Sehr abhängig davon, wie die Bevölkerung sich entwickelt. Es gibt inzwischen Vergleiche mit der wechselvollen Geschichte von Detroit - der berühmten Autostadt in Nordamerika. Halle hat sich auch einen Ruf als Experte für "schrumpfende Städte" erworben. Denkmäler oder Straßennamen wurden nicht überall entfernt. Manchmal scheint es, als ob der Abzählreim „Ene, mene, muh und raus bist du…“ auch hier ein Rolle spielt.

    HOCHSTRASSE

    „Aller guten Dinge sind drei…“ Hier müsste es wohl besser heißen „Alle guten Dinge waren drei…“ Von den ehemals elf Punkthochhäusern in ganz Halle wurden nur die sechs in der Neustadt saniert. Zwei auf der Silberhöhe und diese drei am Steg sind endgültig Geschichte. Geblieben sind die Gebäude, die schon länger standen. Wobei das Schicksal von St. Georgen (rechts im Bild) in der DDR lange nicht entschieden war. Die Kirche war vom Verfall bedroht (eine Bürgerinitiative rettete, was zu retten war), so wie viele andere Bauten auch, wenn sie für die Herrschenden keine erste Geige spielten. Das gilt auch heute noch, wenn es der Besitzer nicht eilig hat, kein Interesse zeigt oder mittellos ist. Noch wird das letzte Hochhaus hinter roten Fangnetzen geschleift, da steht schon der Neubau: die Saale-Klinik Halle. All dies ist deutlich zu sehen von der Hochstraße aus, die nach der „Wende“ oft geschmäht wurde. Deren Ende wohl schneller käme, wüsste man um Alternativen und Kostenübernahme. „Aller guten Dinge sind drei…“ – dies trifft in diesem Fall auch für die Anzahl der Aufnahmen zu: ein „fotografischer Dreiklang“ auf der Hochstraße, wobei das erste Foto in zwei Bildpaaren verwendet wurde.

    OPERNHAUS

    „Wo man singt da lass dich nieder, nur schlechte Menschen kennen keine Lieder…“ Sicher nicht schwer zu erraten, dass es sich hier um die hallische Oper handelt. Wobei diese allgemein mit großen Buchstaben „DEN DARSTELLENDEN KUENSTEN“ über dem Haupteingang im Süden, diese sogenannte Schauseite wurde schon zehn Jahre früher saniert, huldigt. Es gab viele Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, die bis heute noch nicht (originalgetreu) behoben sind. Hier, die Ostseite, wurde 2010-2011 saniert und erhielt ihr ursprüngliches Aussehen von 1886 (Hauseröffnung) zurück. Sehr viele (farbige) Details wurden nach vielen Jahren der „Verbannung“ wieder herausgearbeitet und glänzen besonders im Lichte (Aufnahme vom Mai 2012) besehen. Die Oper Halle bietet Musiktheater in allen Facetten. Das Haus war in DDR-Zeiten das Staatstheater im Bezirk Halle (es gab 15 Bezirke in diesem Land) und gleichzeitig Landestheater von Sachsen-Anhalt. Auch wenn der Name Theater des Friedens (Bezeichnung bis 1992) vom Winde verweht wird – friedensstiftend soll dieses Haus bleiben. Denn „Wo man singt…“.

    AM STADION

    „Unverbrüchliche Freundschaft…“ Vorn links ein Lenindenkmal. Dies wurde 1971 enthüllt mit der Inschrift: Geschenk der sowjetischen Garnison an die Bürger von Halle-Neustadt. Die deutsch-sowjetische Freundschaft schien damals "unverbrüchlich" – also ewig haltbar. Im Hintergrund steht die ehemalige Club-Mensa vom Bildungszentrum. Diese wurde auch für Jugendweihefeiern genutzt, welche in der DDR fast alle Mädchen und Jungen auf ihren Wegen in das "Erwachsenenalter" begingen. (Unter anderem erhielten alle Geweihten das Buch "Weltall Erde Mensch" vom „Zentralen Ausschuß für Jugendweihe“ in der Deutschen Demokratischen Republik.) Heute (Stand 2011) wird das sanierte Gebäude vom Ordnungsamt genutzt.

    Foto: „Risiko wird belohnt…“ Einfach mal draufdrücken und hoffen, dass sich genügend Wandel festhalten lässt – auch ohne Einsicht in Baupläne und so weiter.

    AM GASTRONOM

    Der Name des zentralen „Versorgungskomplexes“ im ursprünglichen ersten Wohnkomplex von Halle-Neustadt, leitet sich von der Gaststätte „Gastronom“ ab. Im Versorgungskomplex gab es unter anderem eine Selbstbedienungsgaststätte, eine Schulspeisung, eine Kaufhalle, einen Gemüse- und Fischladen, eine Apotheke, Ärzte, eine Post…Einige der Dienstleister gibt es bis heute (Stand 2010). Viele der täglichen Wege innerhalb der Neustadt sind kurz und werden deshalb von den Bewohnern geschätzt. Teile von diesem Wandfries (nach der „Wende“ wurde öffentliche Kunst entweder erhalten, oder neu gestaltet, eingelagert, entsorgt…) wurden an einer freien Fläche vom Komplex wieder angebracht.

    STEINWEG

    „Es ist nicht alles Gold was glänzt…“ Zuerst gründete August Hermann Francke sein Waisenhaus. Dann kaufte er nach und nach die nahen Kneipen auf. Den „Goldenen Adler“, die „Goldene Rose“, die "Goldene Krone" und schließlich das „Raubschiff“. Dieses war nach Gründung der hallischen Universität (1694) ein beliebter Treffpunkt für Studenten, die dort für alles zu haben waren, was mit dem Lernen weniger zu tun hat: saufen, raufen, Kartenspiel… Dies ging so fort, bis Francke mit dem Ankauf dem Treiben ein Ende setzte. Gründe gab es genug, Elend überall: Waisen ohne Zukunft, Frauen die als Huren und Männer die als Säufer zu überleben versuchten. Menschen, denen bisher keine Flügel gewachsen waren, um ihrem Los zu entkommen. Das „Raubschiff“ wurde später als Frauenstift genutzt, danach zur Waisenhaus-Buchhandlung umgebaut (2008 bis 2012). Im sanierten Eckhaus findet man heute (Stand 2013): Die Buchhandlung des Waisenhauses, ein Antiquariat und die Lippertsche Buchhandlung. Ein geschichtsträchtiger Ort am Franckeplatz, der zu den Stiftungen führt – vorbei an der Kulturstiftung des Bundes.

    Foto: Der das Sonnenlicht spiegelnde Schnee (Ende Januar 2013) half bei der Belichtung. Besonders, wenn es um Nordseiten geht. Alternativ bietet sich im Sommer das Licht am Morgen und Abend an – wenn keine langen Schatten stören.

    AN DER MAGISTRALE

    „Hals- und Beinbruch…“ Seit 2009 können Sportsfreunde im Skater-Paradies mitten in der Neustadt „ihr Ding machen“. Auf einer 70 x 30 Meter großen Fläche, die mit Lärmschutzwänden vor Ärger schützen soll. Diesen gab es bislang wenig. Dafür viel Spaß für die BMX-Radler, Skateboarder und Inlineskater. Das sind Menschen, die mit speziellen Fahrrädern, rollenden Brettern und Schuhen mit Rädern dran – man könnte auch Rollschuhe sagen – versuchen, einen Kick aus allen möglichen und unmöglichen irdischen Bewegungen (besonders Sprüngen) zu gewinnen. Kracher in der Szene sind Wettkämpfe, bei denen Zuschauer dicht gedrängt den Besten der Besten (bundesweit) bei ihren waghalsigen Darbietungen zusehen. In diesem Sinne: „Hals und Beinbruch…“, wobei hierbei Helm, Handschuhe und Schoner sehr helfen.

    Foto: Das Motiv hebt sich im Licht besonders stark vor dem dunklen Hintergrund ab. Auch die Original-Farbarbeiten sind noch unberührt. Ein guter Zeitpunkt, um einen „Schuss“ zu wagen.

    BERNBURGER STRASSE

    „Ein Hauch Geschichte…“ Ein ganz kleiner… Das Haus in der Bernburger Straße nah am Reileck spiegelt drei Zeiten. In einer gab es die vorteilhafte Selbstbedienung beim Einkaufen von Waren des täglichen Bedarfs. In der zweiten stand neben Elektrowarmwasserboilern (das soll es wohl heißen) und Neuinstallationen der Kundendienst bei Elektro-Seifert im Mittelpunkt. In der dritten versucht sich eine Galerie im Norden, die „GALERIE NORD“, zu etablieren (Stand 2012).

    Foto: Wenn Bäume das Motiv verdecken, sollten sie gerade ohne Blätter stehen.

    PEISSNITZINSEL

    „Stück für Stück…“ Die Häuser vom ehemaligen Gut Gimritz wurden Stück für Stück über Jahre renoviert. Am „Alten Gutshof“ verrät eine Infotafel (Stand 2013), dass hier eine Begegnungsstätte sowie zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften – eine für Hochbetagte, eine für Demente – untergebracht sind. Ein Eckstein im Mauerwerk lässt nicht vergessen, dass die „Wiederauferstehung“ 2008 vollbracht war. Auch hier – am Haus gegenüber sind zahlreiche Hochwassermarken aus früheren Zeiten erkennbar – war der Hochwasserschutz eine besondere Herausforderung: Dies kann der Wanderer auf seinen Spaziergängen selbst entdecken. Das Gut Gimritz liegt zwischen der Wilden Saale und Elisabethsaale. Es wurde schon im 13. Jahrhundert von den Mönchen des Klosters Neuwerk bewirtschaftet. Die Peißnitzinsel wurde von Studenten im 18. Jh. als Nachtigalleninsel benannt, im Gegensatz zur Rabeninsel.

    Foto: Es ist nicht exakt der gleiche Standort – das kommt davon, wenn man aus dem Gedächtnis fotografieren möchte. Andererseits haben sich nicht wenige Flächen über die Jahre gewandelt: vormals frei betretbar, sind sie jetzt teils gesperrt, teils gut begrünt. Immerhin, auch so sind die Änderungen deutlich…

    AN DER MAGISTRALE

    „Sieben auf einen Streich…“ Nun, nicht ganz, aber immerhin: Die Skaterbahn ist neu (ehemals Park). Wo ein Hochhaus – da führte „in echt“ eine Straße durch – stand, wurde ein Seniorenzentrum gebaut. Eine von zwei ehemaligen Fußgängerbrücken in der Neustadt gefertigt aus „HP-Schalen“, die „Schalen-Müller“ erfand, wurde durch Ampel-Übergänge ersetzt. Die Bus-Spur gibt es nicht mehr. Dafür eine Straßenbahn. Automobile „Trabant“ fahren seltener und seltener…

    Foto: Jeder der bereits mit Dias gearbeitet hat, kennt die Frage bestimmt: Glasrahmen (das Foto ist geschützt, könnte jedoch „schwitzen“) oder nicht? Hier war das Dia ohne Glas gerahmt – Kratzer belegen das auf Foto 1.

    ANKERSTRASSE

    „Der Zahn der Zeit…“ Deutlich zu erkennen waren hier die Spuren des Zerfalls an diesem Haus an der Ecke Anker- und Pfälzerstraße in der Klaustorvorstadt. In der stand 2013 das Jahrhunderthochwasser ca. einen Meter höher als während der letzten drei seit der "Wende". Vielleicht gab das den Ausschlag dafür, dieses Haus nach der Flut abzureißen. Die freie Fläche wird seitdem (Stand 2014) für Parkplätze genutzt.

    Foto: „Sonne im Rücken, kann den Fotografen entzücken…“ Hier ist das am Morgen gut möglich. Ganzjährig. Denn das Licht kommt zu dieser Zeit über den Flutgraben und wirft keine langen Schatten.

    HÄNDELHAUS-KARREE

    Neubau in der Zeit von 1999-2001. Denkmalschützer bemühten sich vergeblich um den Erhalt und die Einbeziehung der „Schützei“ in den Neubaukomplex. Ein weiteres der zahlreichen Beispiele Halles für die völlige Neugestaltung ganzer Straßenzüge. Im Gegensatz zu manchen Städten in den "alten" Bundesländern blieben in Halle bis zur Wende viele Abrissvorhaben unvollendet. Gleichzeitig reichten die Baukapazitäten nicht für alle Planungen am Grünen Tisch. Auch wegen relativ geringer Kriegsschäden verfügt Halle über viel historische Bausubstanz.

    KRAFTWERK TROTHA

    „Aus Wärme wird Strom…“ Am Ufer der Saale wurde in Halle-Trotha vor 90 Jahren (Stand 2014) ein Elektrizitätswerk in der Nähe zu Braunkohlegruben und dem Fluss (Kühlwasser) gebaut. Später diente es vorrangig – nach der Umgestaltung in eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage – der Versorgung von Halle-Neustadt. In den Neunzigern entstand ein neues Heizkraftwerk, welches aus Erdgas Strom und Fernwärme erzeugte. Seit 2012 ist das Kernstück der Anlage eine Gasturbinenanlage.

    Foto: Auch hier war es nicht möglich, vom gleichen Punkt aus zu fotografieren. Jedoch sollten sich die Schornsteine ohne großes Rätselraten zuordnen lassen.

    BRANDBERGWEG

    „Der Kreis schließt sich…“ 1882 wurde die von Pferden gezogene Hallesche Straßenbahn offiziell eingeweiht. Damit begann in der Saalestadt der öffentliche Personennahverkehr. 1926 führte eine Linie der Straßenbahn bis zur Schwuchtstraße. Später weiter bis zur Endhaltestelle Dölauer Straße. Bereits 1927 führte eine weitere Linie bis zur Endhaltestelle am Hubertusplatz. 2007 wurden die beiden Endhaltestellen mit einer neuen Linienführung direkt zwischen Heide und Brandbergweg geschlossen. Seitdem ist mit Bus und Bahn der jüngste hallische Stadtteil Heide-Nord wieder besser zu erreichen.

    QUEDLINBRURGER WEG

    „Leben ist Veränderung…“ Das geflügelte Wort trifft besonders auf dieses Wohngebiet im I. WK (Erster Wohnkomplex) von Halle-Neustadt zu. Der Fünfgeschosser war einer von vier parallel stehenden baugleichen Wohnblöcken. Drei (damals Block 659, 663, 665) wurden abgerissen, einer (ehemals Block 661) um zwei Etagen gekürzt und umgebaut. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei erreichbar. Terrassen und Balkone wurden ergänzt. Die Wohnungen in der zweiten und dritten Etage sind gut zu Fuß erreichbar. Dies ist wichtig, weil in Häusern ohne Fahrstuhl die oberen Etagen zunehmend schwerer zu vermitteln sind. Rechtzeitig zum 50jährigen Jubiläum von Halles größtem Stadtteil (in dem ca. ein Viertel der halleschen Bevölkerung lebt / Stand 2014) war die beispielhafte Umgestaltung durch Teilrückbau beendet.

    Foto: Auch hier lohnten sich mehrere Aufnahmen. Denn oft sind die Veränderungen auf einer Seite (hier Westseite) deutlicher zu erkennen.

    VOLKSPARK

    „Kinder sind Zukunft…“ Der Betriebskindergarten am Volkspark wurde im Herbst 2014 fertiggestellt. Damit hat die Kunsthochschule Burg Giebichenstein (einzige Design-Hochschule in Sachsen-Anhalt - Stand 2015) ein besonderes Projekt umgesetzt. Bereits vor Jahren wurden in der Studienrichtung Lern- und Spieldesign Ideen für die Gestaltung entwickelt. Mit diesem Betriebskindergarten einer Kunsthochschule zieht wieder mehr Leben in den Volkspark ein, der schon glanzvollere Zeiten erlebt hat. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen in diesem Wohnviertel ist groß. Erreicht wurde der Um- und Neubau der Kindertagesstätte an diesem für viele Hallenser bekannten Ort durch das Miteinander vom Volkspark-Verein, der Burg und dem Kita-Betreiber.

    Foto: Nordseiten sind „Gegenlichtfallen“. Gegen diese hilft viel Motiv und wenig Himmel (Gegen- und Streulicht). Mitunter stößt das an Grenzen, wenn der Neubau wie hier deutlich andere Maße als der Altbau hat.

    DRESDNER STRASSE

    “Umbau eines 5-geschosigen Wohngebäudes in ein 3-geschossiges Wohngebäude durch geordneten Rückbau der 3. und 4. Etage“ sowie „preiswert wohnen – sicher leben in Halle an der Saale“ stand auf einer Informationstafel während des Umbaus. Kurz und schmerzlos formuliert, trifft es doch den Kern: Weniger kann mehr sein und Höhe ist nicht gleich Größe. Die Aufnahmen entstanden 2010 / 14 (Umbau war früher fertig und der Rückbau zum Glück nicht "ungeordnet") und bezeugen beispielhaft die über Jahrzehnte andauernde städtebauliche (besonders in den Plattenbausiedlungen auch extreme) Veränderung. Wobei der hallische Bevölkerungsschwund um knapp ein Drittel seit 89 nun gestoppt zu sein scheint (Stand 2015). Für die Bewohner bedeuten Umbauten / Abrisse mehr innerstädtischen Natur-Raum, denn die Stadtfläche blieb relativ gleich.

    Foto: Ein Musterbeispiel, wie auf den gravierenden Bevölkerungsrückgang / Wohnungsleerstand reagiert werden kann. Der erfolgreiche Umgang mit schrumpfenden Städten ist bereits auf weltweites Interesse gestoßen.

    KLEINE STEINSTRASSE

    „Ein Ort mit besonderer Geschichte…“ Wenn man ihn gefunden hat. Denn er liegt etwas versteckt zwischen Hansering und Kleiner Steinstraße und wird zugehörig zum Innenhof der letzteren verzeichnet (Stand 2015). Das Haus (erbaut 1842) war vor über 100 Jahren ein „Weibergefängnis“. Später Strafvollzugsanstalt und Untersuchungsgefängnis, im Volk als Knast bekannt. 1953 beim Volksaufstand wurde die Freilassung aller Gefangenen (nicht nur der politischen) durch Demonstranten erzwungen. Deswegen ist das Haus heute auch Mahnmal. Daran erinnert unter anderem eine extra erhaltene und begehbare Dunkelzelle (diese ist wirklich sehr dunkel und vor allem klein, ein schauriger Ort…). Ein ehemaliges Gefängnis wurde ca. 20 Jahre nach der „Wende“ zur Bibliothek umgebaut. Dort kann man sich in aller Ruhe (im Bereich der öffentlichen Bibliothek) und umgeben von bereits gut gefüllten Regalmetern z.B. europäische Vor- und Frühgeschichte, einschließlich jener Mitteldeutschlands, anlesen. Vom Knast zum Bibliotheksgebäude – ein außergewöhnlicher Wandel.

    Foto: Weitwinkelobjektive (hier ein 28er) können bei Aufnahmen wie diesen bevorzugt eingesetzt werden. Besonders dann, wenn die Freiflächen vor dem Motiv begrenzt sind. Zusätzlich bietet sich eine nachträgliche Linsenkorrektur an, um unnatürliche „stürzende Linien“ im Foto zu reduzieren.

    BREITE STRASSE

    „Hoch hinaus, aber nicht zu hoch…“ das könnte das Motto für den 2015 fotografierten Neubau gewesen sein. Rechter Hand kommt der Wanderer in die Georg-Cantor-Straße. Für den berühmten Mathe-Gelehrten sollten Statistik-Berechnungen eine leichte Übung gewesen sein. Nicht gering schätzen sollten Architekten / Bauherren hingegen heutzutage gesetzliche Vorlagen, Bauverordnungen…. Denn nicht jede – wenn auch noch so „geniale und gestalterisch wertvolle“ Idee – darf umgesetzt werden. Immerhin konnte bei diesem Bau noch „eine Schippe draufgelegt“ werden (damit ist die oberste Etage gemeint).

    Foto: Vorher-Aufnahmen sollten nach Möglichkeit etwas Spielraum lassen – dies wird bei den Nachher-Aufnahmen dann belohnt, wenn sich städtebauliche Veränderungen etwas anders als erwartet zeigen.

    PFÄNNERHÖHE

    „Technik, die begeistert…“ Als einer der ersten Parkhäuser Deutschlands wurde die Großgarage Süd in der Pfännerhöhe Ende der 20er Jahre errichtet. Mit dem Ziel, in Zeiten der beginnenden Automobilisierung die Wagen von der Straße zu holen. Anfang der 90er gab es dann für diesen Bau keinen TÜV mehr. Jahre später begann ein Bauverein mit Hilfe von Fördergeldern die aufwändige Sanierung des Baudenkmals, einem Zeugnis deutscher Verkehrsgeschichte. Mehr als 80 Jahre nach Errichtung war diese abgeschlossen und heute (Stand 2015) wird das Parkhaus – eine Garage unter Denkmalschutz – wieder genutzt.

    Foto: Bei ungünstigem Sonnenstand verdunkeln zu starke Lichtreflexionen im Detail automatisch den verbleibenden Motivbereich.

    GNEISENAUSTRASSE

    „Die Mauer muss weg…“ Ein grundlegend saniertes sowie teilumgebautes Haus auf dem Gelände der ehemaligen Garnision der russischen Armee in Heide-Süd. Möglich, dass hier Soldaten untergebracht waren. Bereits fünfundzwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung ist es nicht einfach, Fakten aus der jüngsten Geschichte dieses neuen und beliebten Stadtteiles zu ermitteln. Heute umgrenzt der Zaun die Vorgärten der Bewohner (Stand 2016).

    Foto: Die Aufnahmen wurden vom kleinen Helene-Stöcker-Platz aus gemacht. An diesen schließen sich die Gneisenaustraße und die Walter-Hülse-Straße an. Alle Straßenschilder wurden bereits mit Zusatzinformationen ergänzt.

    GEISTSTRASSE

    „Und wieder steht eine Haus in altem Glanz…“ (Stand 2016) Jedoch nicht alle Häuser konnten gerettet werden, wie das Nachbarhaus zeigt. Die Grundstücksfläche wird bis auf weiteres als Parkplatz genutzt. Der Name Geiststraße leitet sich von der Heilig-Geist-Kapelle ab, die vor Jahrhunderten hier stand. In der Straße stehen viele gründerzeitliche Wohn- und Geschäftshäuser, welche ab ca. 1870 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurden. Der Filmverleih bietet wenige Meter entfernt weiterhin von Klassikern bis zu Neuheiten Filmvielfalt für das Kino zuhause.

    Foto: Und wieder spielt das Wetter eine Rolle. Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit, störende Kontraste durch Schatten sollten vermieden werden. Deshalb lohnen sich mitunter Architekturaufnahmen bei Wolken mehr als bei Sonnenschein.

    AM STADION 6

    Seitenflügel der ehemaligen Club-Mensa (Aula) vom Bildungszentrum in Halle-Neustadt. Nach dem Umbau wurde das Gebäude 2001 als KulturTreff (Eingang rechts im Bild) und Ort bürgerlichen Engagements eingeweiht. Heute wird es häufiger als Versammlungsraum für Institutionen genutzt. Das Hochhaus dahinter war über Jahre Lehrlingswohnheim. Weiter in dieser Richtung liegt die "Gartenstadt Nietleben". Ein ehemals eigenständiger Ort vor den Toren Halles, der 1952 eingemeindet wurde. Germanische Siedlungen gab es bereits im 3 / 4 Jahrhundert in der Nietlebener Flur. Später kamen Slawen und Franken dazu. Ende des 19 Jahrhunderts war Nietleben dank seiner Bodenschätze die reichste Saalkreisgemeinde. Die Braunkohle etwa aus der Grube „Neuglücker Verein“ wurde jahrelang mit einer Pferdebahn bis zur wilden Saale an der Schwanenbrücke transportiert. Die Bergleute galten wie die Halloren als ehrbare Menschen. Sie waren besonders bodenständig, weil viele etwas Land besaßen, welches sie und ihre großen Familien (6 bis 8 Kinder waren üblich) ernährte.

    STEINTOR

    „Viele Wege führen zum Ziel...“ Hier entstand ein zweiter neben dem Steintor-Varieté zum Steintor-Campus (Aufnahmen 2012 / 2016). Breitgefächerte kulturelle Angebote locken seit über 100 Jahren Hallenser, Halloren und Hallunken zu einer der ältesten Spielstätten in Europa. Das Varieté bietet von Kabarett über Musical und Ballett bis hin zu Schlager und Volksmusik und mehr ein breitgefächertes kulturelles Angebot für alle Altersgruppen. Eine Reitbahn / Reithalle, die 1868 am Steintorplatz eröffnet wurde, bot auch zirzensische Aktionen. Später machte sich hier das „Walhalla“ mit seinem Varieté einen Namen. Es bot „Spezialitäten- und Nummernprogramme“. 1889 wurde das Theater am Steintor eröffnet. Nach 1900 wurden auch Operetten aufgelegt. Es folgten wieder Varieté-Darbietungen, auch Filmvorführungen, Ringkämpfe, Humoristendarbietungen, Revuen bis hin zum Jazz. Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß das Haus bis heute (Stand 2016) Steintor-Varieté. Nach der Privatisierung 1996 wurde im Haus die Gestaltung von 1889 weitestgehend wiederhergestellt.

    GROSSE STEINSTRASSE

    „Halle im Wandel..." Vor über 140 Jahren erbaut, wurde die Steintorschule 2015 als moderne Jugendherberge (im Verbund vom Deutschen Jugendherbergswerk / Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.) eröffnet. Die bisherige Herberge in der August-Bebel-Straße wird auch weiterhin genutzt. Das Haus wirbt unter anderem mit Seminarräumen, Sportangeboten, einer Sonnenterrasse, Cafeteria und WLAN. Von hier aus können (Gruppen-) Reisende jede Menge in Nah (das Kuppeldach links im Bild etwa gehört zum historischen Stadtbad) und Fern entdecken. Nicht nur 2017, 500 Jahre nach dem Beginn der Reformation. Der Dachaufbau verbindet alte und neue Architektur und erweiterte die Gästekapazitäten erheblich. Vielleicht schläft ja mal ein ehemaliger Schüler über einem seiner damaligen Klassenräume…Weitere Informationen unter: www.jugendherberge-halle.de. (Stand 2017)

    Foto: Ein erhöhter Standpunkt (hier Franzosenweg) kann vorteilhaft sein, um alles gut aufs Bild zu bekommen.

    NEUSTADT-CENTRUM

    Das Kino „Prisma“ (mit einem großen Saal und zwei kleinen) war der erste Kinoneubau nach dem Krieg in Halle. Er wurde 1999 abgerissen. 2000 erfolgte die Einweihung der Ladenstraßen des Neustadt-Centrums. 2001 des Filmtheaters mit acht Kinosälen. Diese waren auch für Gäste aus dem Mansfeldischen (über die B 80 schnell erreichbar) gedacht. Wie bei vielen Planungen in den "neuen Bundesländern" wurde die Bevölkerungsentwicklung falsch eingeschätzt. Heute wird die um ein Drittel verringerte Bevölkerung bei allen städtebaulichen Vorhaben berücksichtigt.

    SCHWIMMHALLE NEUSTADT

    „Wasser ist nass…“ 1969 erfolgte die Einweihung der Schwimmhalle in Halle-Neustadt mit dem 50-m-Becken, einem kleinen Kinderbecken und der Sprunghalle (1-,3-,5- und 10-Meter Plattform). Eine große Sanierung folgte 1997. Neben dem Kinderbecken (dieses wurde um Spritzdüsen erweitert) wurde zusätzlich ein kleines Sitzbecken mit Warmwasser eingebaut. Das alte Wandbild „Der Mensch und die Lebenselemente“ war nicht mehr zu retten (Schäden durch Feuchtigkeit) und wurde ersetzt. Die Aufnahmen wurden von der westlichen der zwei Betonschalenbrücken in der Neustadt gemacht. Über diese querten jahrzehntelang u.a. viele Neustädter, Schüler und Sportler sicher die Magistrale. Beide Brücken sind seit langem abgerissen. 19 Jahre nach 1997 wurde die dreigeteilte Dachfläche (Schwimmhalle, Sprunghalle, Sanitäranlagen) saniert. Unter anderem wurde die Regenwasserableitung in der Sprunghalle nach außen verlegt (aha). Die Trainingsstätte ist Bundes- und Olympiastützpunkt und nunmehr in gutem baulichen Zustand (Stand 2016), was Pluspunkte bei der immer wieder in der (endlosen) Diskussion stehenden Standortfrage bringen sollte.

    Foto: Glück gehabt - die Sanierung erfolgte, bevor die Brücke abgerissen wurde.

    TALSTRASSE

    Eines der ersten sogenannten „Jahrhunderthochwasser“ im April 1994 links. Im Vordergrund rechts die berühmte Gaststätte „Krug zum Grünen Kranze“ direkt an der Saale gelegen. Der Name stammt von einem grünen Blätterkranz über dem Tor – ein Zeichen für frisch gebrautes Bier. Auch soll das Lied von der Wanderlust des Müllers hier entstanden sein…Im Hintergrund rechts die große Vogel-Voliere vom halleschen Bergzoo. Wer die Talstraße weiter nach Osten (links lang) verfolgt, gelangt zum Ochsenberg (120 m), der einen herrlichen Blick über die Stadt bietet.

    SCHULSTRASSE

    Südseite vom Auditorium maximum (Neubau 1999-2002) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Eine Informationstafel (Nähe „Löwengebäude“) weist aus, dass folgende Gebäude zum Universitätsplatz gehören: Universitätshauptgebäude („Löwengebäude“), Robertinum, Burse „Zur Tulpe“, Thomasianum, Rektoratsgebäude, Melanchthonianum, Ackerbürgerhof, Franz-von-Liszt-Haus, Juridicum sowie das Auditorium maximum als jüngstes Gebäude am Platz. Das älteste Gebäude ist der Ackerbürgerhof, ein ehemaliges Vorwerk des Barfüßerklosters aus dem 16. Jahrhundert, das seit dem 19. Jahrhundert von der Universität verwaltet wird.

    MANSFELDER STRASSE/MMZ

    Historie und Moderne - ein Beispiel für den Kontrast zwischen Alt und Neu. Der Ankerhof (Restaurierung 1997), ein Freizeit- und Tagungshotel mit mächtigen Natursteinwänden aus Porphyr (davon gibt’s in der Region jede Menge) und Holzbalkenkonstruktionen, wurde 1836 erbaut. Damals diente er dem Königlichen Hauptzollamt als Speicher in unmittelbarer Nähe zum Sophienhafen, an dem lange rege Betriebsamkeit herrschte. Dieser Standort zählt zum mittleren halleschen Saaletal, dessen Grenze im Norden die Giebichensteinbrücke und im Süden die Elisabethbrücke markiert. Gegenüber das 2007 fertiggestellte Mitteldeutsche Multimediazentrum (MMZ) – was auch für Halle, die Medienstadt am Fluss steht. Es wirbt unter anderem mit „London, Moskau und Halle geben den Ton an – Hier entsteht 3-D Klang auf Hollywood-Niveau“. Vielleicht gelingt es ja erneut wie bereits im 17. Jahrhundert „tonangebend“ zu sein – noch dazu in Moskau.


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